Kulturelle Entwicklungshilfe
 

Pädagogisches Leitbild

Die kritische Auseinandersetzung und handlungsorientierte Umsetzung der Leitlinie Bildung für nachhaltige Entwicklung, rahmt unsere Projekte schulischer bzw. institutioneller Zusammenarbeit. Das bedeutet im Kern, dass sich unsere Projekte an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW orientieren: Lernen wird als aktiver, kritischer und praxisnaher Prozess verstanden, in dem ökologische, soziale und ökonomische Zusammenhänge reflektiert und gemeinsam gestaltet werden.

In der konkreten Umsetzung zeigt sich das insbesondere in der essbaren Gestaltung urbaner Räume. Dabei setzen sich die Teilnehmenden damit auseinander, wie Städte nachhaltiger, lebenswerter und gerechter gestaltet werden können. Öffentliche Flächen werden nicht nur funktional gedacht, sondern als gemeinschaftlich nutzbare Räume, in denen Lebensmittel angebaut werden können. So werden Themen wie Ressourcennutzung, Biodiversität, Ernährung und soziale Teilhabe konkret erfahrbar und kritisch hinterfragt.
Im Permakulturprojekt "Die Permakultur Stadtbauern" in Bochum-Werne wird dieser Ansatz handlungsorientiert umgesetzt. Hier lernen die Beteiligten, natürliche Kreisläufe zu verstehen und im Sinne nachhaltiger Entwicklung zu nutzen. Durch gemeinsames Planen, Pflanzen und Pflegen entstehen praktische Erfahrungen, die zeigen, wie verantwortungsvoller Umgang mit Umwelt und Ressourcen im Alltag aussehen kann.
Zusammengefasst bedeutet der Leitsatz also, kritische Auseinandersetzung mit konkretem Handeln zu verbinden, reale Lebensräume als Lernorte zu nutzen und Menschen zu befähigen, nachhaltige Entwicklung aktiv und gemeinschaftlich mitzugestalten.

Bei all unseren Projekten geht es uns darum, dass die Menschen, die daran teilnehmen, Selbstwirksamkeit im Rahmen von Resonanz(pädagogik) erfahren und ihre eigene Herzfrequenz/ intelligenz fühlen.

Was bedeutet das?

Resonanz ist eine auf Beziehungsqualität basierende offene Haltung bzw. Welthaltung, welche sich wechselseitig befruchtet/ ergänzt. 

Die eigene Frequenz des Herzens fühlen und mit anderen gemeinsam mitschwingen, um so eine resonierende Bindung sowie eine fließende Bildung zu erzeugen.  Dies kann sowohl verbal als auch nonverbal geschehen und ist eine angeborene Fähigkeit eines jeden Lebewesens. Welche auf ganzheitlicher Organ-/Leibesebene (u.a.Magen-Darm/ Hirn Achse) stattfindet.

Hören, berührt werden und sich angesprochen fühlen, das eigene Antworten/die eigenen Worte bewusst wahrnehmen sowie die eigene Selbstwirksamkeit zu spüren, sind hier die drei wichtigsten Eckpfeiler. Außerdem ist die Resonanz immer von einem Moment der Unverfügbarkeit geprägt. Dies bedeutet, dass nicht die Planung und paradigmatische Umsetzung vorgenommener/vorgeschriebener Ziele im Mittelpunkt stehen, sondern die natürliche und fließende Begegnung mit Mensch, Natur, Gegenstand und allen Handlungen im Hier und Jetzt im Zentrum steht. Hierfür braucht es den Raum, die  Zeit, die Freiheit und eine dispositionale/offene Haltung, um Vielstimmigkeit und Chancen einer superdiversen Gemeinschaft zu leben. 

Die derzeitigen wissenschaftlichen Grundlagen, die u.a. unserem pädagogischen Leitbild zugrunde liegen, sind die Resonanztheorie nach Hartmut Rosa sowie die pädagogische Weiterentwicklung seiner Ansätze durch Jens Beljan und Wolfgang Endres. Außerdem nutzen wir die wissenschaftlichen Erkenntnisse des HeartMath Instituts in Kalifornien, welches die Herz Hirn Verbindung erforscht. Unser Ziel ist es eigene Forschungs- und Beobachtungsansätze zu generieren, um Bildung eine natürliche Lobby zu geben.